Seit mehreren Jahren sind fusswarme Böden im Badezimmer sehr angesagt. Daher sind Fussbodenheizsysteme beliebt. Schliesslich verbreiten sie wohlige Strahlungswärme. Doch wie lohnend ist die Investition in eine Bodenheizung tatsächlich? Marc Schneuwly von Modulbad ordnet den Nutzen wie folgt ein: «Die Bodenheizung braucht es in einem Bad nur noch für die Behaglichkeit. Heizfunktion hat sie keine mehr.» Schliesslich ist die Heizleistung eingeschränkt. Von der maximalen Vorlauftemperatur von 32 Grad gelangen weniger als 30 Grad ins Badezimmer. Aufgrund der Bodenkonstruktion geht weitere Wärme verloren. Schlussendlich bewegt sich die Oberflächentemperatur noch um die 25 Grad. An den Füssen fühlt sich dies wohl behaglich an. Die Heizleistung ist jedoch geschmälert und ergibt in Verbindung mit der vergleichsweise energieintensiven Badezimmerbelüftung wenig Sinn.
«Die Bodenheizung braucht es in einem Bad nur noch für die Behaglichkeit. Heizfunktion hat sie keine mehr.»
— Marc Schneuwly, Modulbad
Fussbodenwarme Bodenbeläge als Alternative
Sinnvoller ist daher, die Heizleistung in den zum Badezimmer angrenzenden Räumlichkeiten zu erbringen. Eine genauere Betrachtung ist jedoch auch der Wohlfühlfaktor einer Bodenheizung wert. Diese vermag die klassischen kühleren Keramikplattenbeläge angenehm zu erwärmen. Heutzutage werden in Badezimmern allerdings auch fusswarme Bodenbeläge eingebaut. Dazu zählen etwa Corian- und Vinylböden. Diese fühlen sich bereits in unbeheiztem Zustand wohltemperiert an. Inwiefern hier eine Bodenheizung auch in Sachen Behaglichkeit noch sinnvoll ist, ist zu überdenken.